{"id":3021,"date":"2012-09-19T22:01:41","date_gmt":"2012-09-19T20:01:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zahnarztpraxis-hufschmidt.de\/?page_id=3021"},"modified":"2024-04-05T18:26:59","modified_gmt":"2024-04-05T16:26:59","slug":"fullungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.zahnarztpraxis-hufschmidt.de\/?page_id=3021","title":{"rendered":"F\u00fcllungen"},"content":{"rendered":"\n<p>H\u00e4ufig wird die Frage gestellt, welches das beste Material f\u00fcr Zahnf\u00fcllungen sei. Diese Frage kann jedoch nicht allgemeing\u00fcltig beantwortet werden, sondern immer nur mit Bezug auf die&nbsp;konkret vorliegende Situation.<br>Die F\u00fcllungsmaterialien haben ganz unterschiedliche Vorz\u00fcge, die man ausnutzen sollte. Daraus k\u00f6nnen sich situationsbedingt unterschiedliche Empfehlungen ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Zum Beispiel:<\/span><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Befindet sich ein Loch in einem vorderen, noch gut sichtbaren Backenzahn, ist es recht klein und liegt oberhalb des Zahnfleisches, so empfiehlt sich zahnfarbener Kunststoff als Material.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist ein Loch jedoch gro\u00df, reicht deutlich unter das Zahnfleisch, befindet sich in einem der hinteren Backenz\u00e4hne und Haltbarkeit hat oberste Priorit\u00e4t, so f\u00e4llt die Wahl vielleicht auf ein Goldinlay.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe und Form eines Loches, seine Lage am Zahn und im Gebiss haben also ma\u00dfgeblichen Einfluss auf die Wahl des F\u00fcllungsmaterials.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier hilft nur individuelle Beratung weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den folgenden Links werden einige F\u00fcllungsmaterialien beschrieben:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>&nbsp;Keramikinlays<\/li>\n\n\n\n<li>&nbsp;Goldinlays<\/li>\n\n\n\n<li>&nbsp;Kunststoff (Komposit)<\/li>\n\n\n\n<li>&nbsp;Zemente<\/li>\n\n\n\n<li>Amalgam<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zahnarztpraxis-hufschmidt.de\/wp-content\/themes\/medicalplus\/images\/div.png\" alt=\"\"><\/center>\n\n\n\n<p><strong>Keramikinlays<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie sind die besonders stabile Alternative zu Kunststofff\u00fcllungen. Durch ihre ausgezeichnete Farbanpassung sind sie vom nat\u00fcrlichen Zahn kaum zu unterscheiden und gen\u00fcgen h\u00f6chsten \u00e4sthetischen Anspr\u00fcchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Keramikinlays werden im zahntechnischen Labor hergestellt, nachdem ein Abdruck vom Gebiss erstellt wurde. Sie werden mit Kunststoff im Zahn festgeklebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir verwenden \u00fcblicherweise das Material e-max press\u00ae, eine Lithiumdisilikatkeramik, die etwa doppelt so stabil ist, wie die \u00fcblicherweise benutzten Keramiken.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch vollkeramische Teilkronen werden aus diesem Material hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zahnarztpraxis-hufschmidt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/keramik_01.jpg\" alt=\"\"><\/center>\n\n\n\n<p><br><strong>Goldinlays<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gegen\u00fcber Gold herrscht eine seltene Einm\u00fctigkeit in der Zahnheilkunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird immer noch als \u201edas Beste\u201c unter den F\u00fcllungsmaterialien bezeichnet. Und das nicht ohne Grund. Es ist korrosionsresistent, extrem stabil und fast alle L\u00f6cher k\u00f6nnen damit sinnvoll behandelt werden. Die durchschnittliche Haltbarkeit von Goldinlays wird in der Literatur mit \u00fcber 15 Jahren angegeben und ist un\u00fcbertroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Pr\u00e4paration (dem Schleifen des Loches) machen wir einen Abdruck vom Gebiss. Im zahntechnischen Labor wird dann ein exakt passendes Inlay hergestellt und anschlie\u00dfend im Zahn zementiert. Die Kunst dabei ist es, den Randspalt m\u00f6glichst klein zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Pers\u00f6nlich empfinde ich ein gelungenes Inlay als Meisterst\u00fcck handwerklicher Pr\u00e4zision und Ausdruck einer hochwertigen Zahnversorgung.<\/p>\n\n\n\n<center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zahnarztpraxis-hufschmidt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/gold_fuellung_01.jpg\" alt=\"\"><\/center>\n\n\n\n<p><br><strong>Kunststoff (Komposit)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kunststoffe haben sich in den letzten Jahren zum Standardf\u00fcllungsmaterial, auch f\u00fcr den Seitenzahnbereich, entwickelt. Die Materialien selbst, sowie auch die dazugeh\u00f6rige Klebetechnik erlauben mittlerweile auch die Versorgung gr\u00f6\u00dferer Defekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch aufbauende Ver\u00e4nderungen der Zahnform lassen sich damit problemlos durchf\u00fchren (z. B. Schlie\u00dfen von schmalen Zahnl\u00fccken).<\/p>\n\n\n\n<p>Durch eine breite Farbpalette sind Kunststofff\u00fcllungen fast unsichtbar. Die Verarbeitung erfordert jedoch weiterhin gegen\u00fcber Amalgam eine deutlich erh\u00f6hte Sorgfalt und damit einen h\u00f6heren Aufwand, weshalb f\u00fcr gesetzlich Krankenversicherte in der Regel ein Eigenanteil verbleibt.<\/p>\n\n\n\n<center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zahnarztpraxis-hufschmidt.de\/wp-content\/themes\/medicalplus\/images\/div.png\" alt=\"\"><\/center>\n\n\n\n<p><strong>Zemente<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele verschiedene Zemente werden in der Zahnmedizin benutzt, die meisten als provisorisches F\u00fcllungsmaterial. Auch die f\u00fcr \u201eendg\u00fcltige\u201c F\u00fcllungen benutzten Materialien taugen in meinen Augen nur als Langzeitprovisorien, z. B. wenn man auf eine hochwertige Versorgung spart.<\/p>\n\n\n\n<p>Lediglich im Bereich von nicht kaudruckbelasteten Stellen bei Backenz\u00e4hnen k\u00f6nnen Zemente als endg\u00fcltige F\u00fcllung akzeptabel sein.<\/p>\n\n\n\n<center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zahnarztpraxis-hufschmidt.de\/wp-content\/themes\/medicalplus\/images\/div.png\" alt=\"\"><\/center>\n\n\n\n<p><strong>Amalgam<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zahnarztpraxis-hufschmidt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/amalgam_01_01.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"right\">Amalgam ist wegen seines Gehaltes an Quecksilber in Verruf geraten. Die Angst vor Amalgam hat in Deutschland (und nur hier!) zum Teil hysterische Ausma\u00dfe angenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bleiben wir auf dem Boden der wissenschaftlichen Tatsachen, so ist klar, dass man die Quecksilberbelastung eines Patienten mit Amalgamf\u00fcllungen messen kann. Sie liegt, abh\u00e4ngig von Anzahl und Oberfl\u00e4che der F\u00fcllungen, in der Gr\u00f6\u00dfenordnung der Quecksilberbelastung durch unsere Nahrungsaufnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Tatsache mag jeder f\u00fcr sich selbst bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zahnarztpraxis-hufschmidt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/amalgam_02.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"right\">In langj\u00e4hrigen Studien aus Schweden mit vielen tausend Patienten konnten jedenfalls keine gesundheitssch\u00e4dlichen Wirkungen festgestellt werden. Die Kombination aus Haltbarkeit und einfacher Verarbeitung machen Amalgam zum angemessenen Material f\u00fcr die kassenzahn\u00e4rztliche Versorgung. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen Patienten, die gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch sind, keine Amalgamf\u00fcllungen bekommen. Das ist aber selten und trifft auf jeden anderen Werkstoff auch zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der entscheidende Nachteil von Amalgam ist seine schlechte \u00c4sthetik. Unter diesem Gesichtspunkt kann Amalgam nicht befriedigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00e4ufig wird die Frage gestellt, welches das beste Material f\u00fcr Zahnf\u00fcllungen sei. Diese Frage kann jedoch nicht allgemeing\u00fcltig beantwortet werden, sondern immer nur mit Bezug auf die&nbsp;konkret vorliegende Situation.Die F\u00fcllungsmaterialien haben ganz unterschiedliche Vorz\u00fcge, die man ausnutzen sollte. Daraus k\u00f6nnen sich situationsbedingt unterschiedliche Empfehlungen ergeben. Zum Beispiel: Befindet sich ein Loch in einem vorderen, noch gut sichtbaren Backenzahn, ist es recht klein und liegt oberhalb des Zahnfleisches, so empfiehlt sich zahnfarbener Kunststoff als Material. Ist ein Loch jedoch gro\u00df, reicht deutlich unter das Zahnfleisch, befindet sich in einem der hinteren Backenz\u00e4hne und Haltbarkeit hat oberste Priorit\u00e4t, so f\u00e4llt die Wahl vielleicht auf ein Goldinlay. Die Gr\u00f6\u00dfe und Form eines Loches, seine Lage am Zahn und im Gebiss haben also ma\u00dfgeblichen Einfluss auf die Wahl des F\u00fcllungsmaterials. Hier hilft nur individuelle Beratung weiter. Unter den folgenden Links werden einige F\u00fcllungsmaterialien beschrieben: Keramikinlays Sie sind die besonders stabile Alternative zu Kunststofff\u00fcllungen. Durch ihre ausgezeichnete Farbanpassung sind sie vom nat\u00fcrlichen Zahn kaum zu unterscheiden und gen\u00fcgen h\u00f6chsten \u00e4sthetischen Anspr\u00fcchen. Keramikinlays werden im zahntechnischen Labor hergestellt, nachdem ein Abdruck vom Gebiss erstellt wurde. Sie werden mit Kunststoff im Zahn festgeklebt. Wir verwenden \u00fcblicherweise das Material e-max press\u00ae, eine Lithiumdisilikatkeramik, die etwa doppelt so stabil ist, wie die \u00fcblicherweise benutzten Keramiken. Auch vollkeramische Teilkronen werden aus diesem Material hergestellt. Goldinlays Gegen\u00fcber Gold herrscht eine seltene Einm\u00fctigkeit in der Zahnheilkunde. Es wird immer noch als \u201edas Beste\u201c unter den F\u00fcllungsmaterialien bezeichnet. Und das nicht ohne Grund. Es ist korrosionsresistent, extrem stabil und fast alle L\u00f6cher k\u00f6nnen damit sinnvoll behandelt werden. Die durchschnittliche Haltbarkeit von Goldinlays wird in der Literatur mit \u00fcber 15 Jahren angegeben und ist un\u00fcbertroffen. Nach der Pr\u00e4paration (dem Schleifen des Loches) machen wir einen Abdruck vom Gebiss. Im zahntechnischen Labor wird dann ein exakt passendes Inlay hergestellt und anschlie\u00dfend im Zahn zementiert. Die Kunst dabei ist es, den Randspalt m\u00f6glichst klein zu halten. Pers\u00f6nlich empfinde ich ein gelungenes Inlay als Meisterst\u00fcck handwerklicher Pr\u00e4zision und Ausdruck einer hochwertigen Zahnversorgung. Kunststoff (Komposit) Kunststoffe haben sich in den letzten Jahren zum Standardf\u00fcllungsmaterial, auch f\u00fcr den Seitenzahnbereich, entwickelt. Die Materialien selbst, sowie auch die dazugeh\u00f6rige Klebetechnik erlauben mittlerweile auch die Versorgung gr\u00f6\u00dferer Defekte. Auch aufbauende Ver\u00e4nderungen der Zahnform lassen sich damit problemlos durchf\u00fchren (z. B. Schlie\u00dfen von schmalen Zahnl\u00fccken). Durch eine breite Farbpalette sind Kunststofff\u00fcllungen fast unsichtbar. Die Verarbeitung erfordert jedoch weiterhin gegen\u00fcber Amalgam eine deutlich erh\u00f6hte Sorgfalt und damit einen h\u00f6heren Aufwand, weshalb f\u00fcr gesetzlich Krankenversicherte in der Regel ein Eigenanteil verbleibt. Zemente Viele verschiedene Zemente werden in der Zahnmedizin benutzt, die meisten als provisorisches F\u00fcllungsmaterial. Auch die f\u00fcr \u201eendg\u00fcltige\u201c F\u00fcllungen benutzten Materialien taugen in meinen Augen nur als Langzeitprovisorien, z. B. wenn man auf eine hochwertige Versorgung spart. Lediglich im Bereich von nicht kaudruckbelasteten Stellen bei Backenz\u00e4hnen k\u00f6nnen Zemente als endg\u00fcltige F\u00fcllung akzeptabel sein. Amalgam Amalgam ist wegen seines Gehaltes an Quecksilber in Verruf geraten. Die Angst vor Amalgam hat in Deutschland (und nur hier!) zum Teil hysterische Ausma\u00dfe angenommen. Bleiben wir auf dem Boden der wissenschaftlichen Tatsachen, so ist klar, dass man die Quecksilberbelastung eines Patienten mit Amalgamf\u00fcllungen messen kann. Sie liegt, abh\u00e4ngig von Anzahl und Oberfl\u00e4che der F\u00fcllungen, in der Gr\u00f6\u00dfenordnung der Quecksilberbelastung durch unsere Nahrungsaufnahme. Diese Tatsache mag jeder f\u00fcr sich selbst bewerten. In langj\u00e4hrigen Studien aus Schweden mit vielen tausend Patienten konnten jedenfalls keine gesundheitssch\u00e4dlichen Wirkungen festgestellt werden. Die Kombination aus Haltbarkeit und einfacher Verarbeitung machen Amalgam zum angemessenen Material f\u00fcr die kassenzahn\u00e4rztliche Versorgung. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen Patienten, die gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch sind, keine Amalgamf\u00fcllungen bekommen. Das ist aber selten und trifft auf jeden anderen Werkstoff auch zu. Der entscheidende Nachteil von Amalgam ist seine schlechte \u00c4sthetik. 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